Kommunismus op Kölsch
Texte, Tips & Taten
mit Jürgen Becker, Martin Stankowski, Rainer Kippe,
Günter Wallraff und Pastor Franz Meurer
Vielleicht ist das typisch für die Kölner, wenn ein katholischer Pfarrer in einer Predigt im WDR von der „Sozialistischen Selbsthilfe“ erzählt, diese Gruppe zu wahren christlichen Marxisten erklärt – und Jürgen Becker bei ihnen den „Kommunismus op Kölsch“ entdeckt.
Diese Sozialistische Selbsthilfe gibt es seit knapp 50 Jahren in Köln, ein Kollektiv, das ausschließlich von seiner eigenen Hände Arbeit lebt, Entrümpelungen und Umzüge anbietet, ein biodynamisches Kartoffelfeld bewirtschaftete, sich ständig in die Stadtpolitik einmischt, auf Armut und Obdachlosigkeit aufmerksam macht, aktiv an diversen Hausbesetzungen beteiligt ist, vor 40 Jahren im Arbeiterstadtteil Mülheim eine alte Fabrik besetzt und hier einen Erbpachtvertrag mit der Stadt abschlossen hat.
Die Geschichte dieser Gruppe wird erzählt, wie sie funktioniert mit ihrer inneren Demokratie, wer dazu gehört und welche ehemals geschädigten Existenzen ihren Platz gefunden haben. Daneben werden die Strategien und öffentlichen Interventionen vorgestellt und das in Kooperation bzw. Konflikt mit Polizei, Behörden, Banken etc. Welche Freunde sie haben und welche Gegner und warum das alles am Rhein funktioniert. Vor allem aber, warum das gute Laune macht, das Gegenteil von schlechter Stimmung.
Beteiligt sind der katholischen Pastor Franz Meurer, der Kabarettist Jürgen Becker, der Journalist Martin Stankowski und der Sprecher der Sozialistischen Selbsthilfe, Rainer Kippe. Der Schriftsteller Günter Wallraff erzählt von seiner Undercover-Reportage als „Obdachloser“.
Kosten 25 € - als „Zugabe“ gibt’s anschließend für alle das Buch „Kommunismus op Kölsch“ - 2026 erschienen im Dietz-Verlag.